Wie funktioniert eine Betonpumpe?

Auf Baustellen kommen große Mischfahrzeuge und pumpen Transportbeton zur Einbaustelle. Wie wird flüssiger Beton gepumpt?

Wie funktioniert eine Betonpumpe?

Ein Betonwerk zur Herstellung von Frischbeton

Wie funktioniert eine Betonpumpe?

Das Betonmischfahrzug transportiert den Frischbeton (Transportbeton) zur Baustelle

Wie funktioniert eine Betonpumpe?

Mittels Betonpumpe und Verteilermast gelangt der Frischbeton zur Einbaustelle

Beton ist ein vielseitiger Baustoff, mit dem sich widerstandsfähige Fundamente, Decken, Straßen, Tunnel oder Garagen mit hohem Tragevermögen bauen lassen. Streng genommen handelt es sich bei Beton um einen Stein, der künstlich hergestellt wurde.

Zement, Sand, Kies und Wasser werden zu Frischbeton
Moderne Baustellen werden schnell und effizient mit Baumaterialien versorgt. Das Motto "Zeit ist Geld" gilt gerade auf dem Bau und so verwundert niemanden, daß emsige Betriebsamkeit viele Baustellen kennzeichnet. Zement, Sand und Kies sind die Ausgangsstoffe für Beton. Im richtigen Verhältnis mit Wasser gemischt ergibt sich ein Frischbeton. Pumpbeton wird das Gemisch genannt, wenn es mit Mischfahrzeugen zur Einbaustelle gefahren und mit einer Betonpumpe verbaut wird. Meistens wird der Beton dabei mit einem Rüttler verdichtet. Während der Aushärtung durch Hydratation wird Wasser verbraucht.

Frischbeton hat es eilig!
Die Vorteile dieser Methode sind eine zeit- und energiesparende Bereitstellung von Frischbeton und ein wirtschaftlicher Betrieb, da sie sich auch für kleine Baustellen eignet und ein sparsamer Einsatz von Beton. Wenn das Mischfahrzeug den Frischbeton vom Betonwerk zur Baustelle transportiert hat, muß zügig mit dem Einbau des Betons begonnen werden, da sonst die Qualität des Betons leiden würde. Nun kommt die Betonpumpe zum Einsatz! Die Betonpumpe fördert den Frischbeton von der Mischertrommel des anliefernden Fahrzeugs über einen Verteilermast zur Einbaustelle.

Der Verteilermast
Das ist ein System aus Rohrleitungen, durch die der Frischbeton gepumpt wird. Der Verteilermast ist drehbar und besitzt eine Reihe von Gelenken, damit der Beton an verschiedenen Stellen zugeführt werden kann. Die Zuführung erfolgt am Ende mit einem flexiblen Schlauch, dessen Position sowohl in der Höhe als auch in der Fläche verändert werden kann. Somit können auch Hindernisse überwunden werden und der Beton läßt sich durch Öffnungen im Bauwerk transportieren.

Die Kolbenpumpe
Die am häufigsten vorkommende Betonpumpe ist eine hydraulisch angetriebene Kolbenpumpe, oft als Zwillingspumpe ausgebildet. Das bedeutet, daß zwei Antriebszylinder gegenläufig betrieben werden: ein Zylinder saugt Frischbeton an, während der zweite den Frischbeton in die Leitung schiebt, bis das Ende der Kolbenbewegung erreicht ist. Eine Rohrweiche schaltet den Zugang zu den Zylindern um und der Vorgang beginnt erneut.

Die Rotorpumpe
Bei der Rotorpumpe kommt das Quetschpumpenprinzip (Schlauchpumpe) zum Einsatz. Walzen (Druckrollen, Quetschrollen) pressen den Beton durch ein elastisches Rohr (Gummischlauch) in die Rohrleitung. Dabei wird das elastische Rohr beständig verformt.


Foto 1: © thorabeti - Fotolia.com (Betonwerk)
Foto 2: © Countrypixel - Fotolia.com (Betonmischfahrzeug)
Foto 3: © Kara - Fotolia.com (Verteildermast)



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