Ein See in den Alpen - die Eiszeit hinterläßt ihre Spuren

Gletscher hinterlassen Mulden, die zu Seen wurden

Ein See in den Alpen - die Eiszeit hinterläßt ihre Spuren

Der Walchensee entstand durch die Tätigkeit eines Gletschers

Ein See in den Alpen - die Eiszeit hinterläßt ihre Spuren

Der Walchensee ist einer der größten Alpenseen Deutschlands

Ein See in den Alpen - die Eiszeit hinterläßt ihre Spuren

Schematische Darstellung eines Gletschers

Während der letzten Eiszeit gab es eine starke Vergletscherung unserer Kontinente. Diese Gletscher bestanden aus Eis, welches sich durch hohen Druck aus den Schneemassen auf den Gipfeln bildete. So waren waren die Bayerischen Alpen fast vollständig von Eis bedeckt. Die mächtigen Eismassen schoben sich von den höchsten Bergen bis hinunter in die Täler des Alpenvorlandes.

Wie Gletscher entstehen
Gletscher entstehen, wenn es einerseits lang genug kalt ist und andererseits ständig genügend Schnee fällt. Dieser Schnee kann sich verdichten. Durch Anschmelzen (durch Sonneneinstrahlung) und wieder gefrieren sowie durch das eigene Gewicht wird aus der Schneeschicht allmählich eine Eisschicht. Dieses Eis wird sich durch die Neigung der Berglandschaft und durch das Eigengewicht fortbewegen, teilweise schmelzen und dabei wie ein gigantisches Förderband große Materialmengen mit sich transportieren. Das Eis bewegt sich allmählich talwärts und nimmt auf seiner Wanderung Gestein unter sich mit.

Gletscher verändern die Landschaft
Gletscher können die Landschaft unter sich stark verändern. Weiche Gesteine, lockeres Material und kleine Felsen können im Laufe der Zeit wegtransportiert werden. Es entstehen Mulden (Vertiefungen). Diese Mulden füllen sich mit Eis. Am Ende der Eiszeit kann solch eine Mulde mit Eis gefüllt bleiben. Durch die große Masse an Eis dauert es sehr lange, bis dieses Eis auch bei steigenden Umgebungstemperaturen wieder schmilzt. Diese Eisfüllung wird auch "Toteis" genannt. Das Schmelzen von Toteis kann sich über viele Jahre hinziehen.

Ein See entsteht
Die Füllung mit Eis verhindert, daß nachfolgendes Schmelzwasser die Mulde mit Schotter auffüllt. Die Vertiefung bleibt erhalten. Wenn nach langer Zeit das Eis geschmolzen ist, verbleibt ein See, der meist einen oder mehrere Zuläufe hat und so beständig mit Wasser aufgefüllt wird.



Foto 3: © wickerwood - Fotolia.com  (Gletscherschema)



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